Modernisierung Dämmung

Dach und Deckendämmung

Jede durchgeführte Dämm- Maßnahme ist besser als eine unterlassene. Bei der Dimensionierung ist zu bedenken, dass spätere weitere Nachbesserungen weniger effizient sind, so dass baukonstruktive Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden sollten. Wärmeverluste sind durch eine möglichst lückenlos gedämmte Gebäudehülle zu begrenzen. Alle beheizten Räume müssen von unbeheizten Bereichen bzw. der Außenluft durch Dämmung geschützt werden.

Jede Lücke bildet eine „Wärmebrücke“, erhöht die Gefahr der Schimmelpilzbildung an dieser Stelle und steigert die Energieverluste.

Dach

Wärme steigt bekanntlich nach oben. Deshalb sparen gut abgedichtete und gedämmte Dächer eine Menge teurer Heizenergie. Geeignete Anlässe zur Dachdämmung sind ein geplanter Dachausbau oder eine Erneuerung der Dachdeckung. Die Sparrenhöhen sind dabei möglichst voll auszunutzen.

Kombiniert mit Dämmstoffen zwischen der Lattung hinter der raumseitigen Bekleidung, ergeben sich Dämmstoffdicken zwischen 20 und 24 cm. Empfohlen wird die diffusionsoffene Bauweise. Die Dämmung ist von der Innenseite des Raumes her unbedingt durch eine luftdichte Schicht geschützt werden.

Wanddämmung

Außenwände

Wenn irgendwann eine Putzerneuerung oder andere größere Renovierungsarbeiten, vielleicht sogar eine Fenstererneuerung geplant ist, lohnt es sich, über eine Dämmung nachzudenken. Prinzipiell kann man die Wand von innen oder von außen dämmen. Die richtige Entscheidung hängt dabei sehr stark von der Art des Gebäudes ab. Man sollte sich unbedingt über die Vor- und Nachteile von einem Fachmann beraten lassen.

Es gibt zwei erprobte Konstruktionen der Außendämmung. Die Vorhangfassade, bei der eine hinterlüftete und gedämmte Bekleidung an der Wand angebracht wird. Kosten ca. 80 bis 115 €/m². Das Wärmedämmverbundsystem, bei dem das Dämmmaterial direkt auf die Wand aufgebracht und anschließend verputzt wird. Kosten ca. 60 bis 80 €/m².

Dämmputze allein erzielen demgegenüber meist nur eine geringe Wirkung. Ihre Dicke ist begrenzt auf 6,0 cm und das Material dämmt nur etwa halb so gut wie ein Dämmstoff. Aber auch Innendämmungen sind unter Einhaltung der bauphysikalischen Randbedingungen durchaus wirtschaftlich.

Kellerdämmung

Kellerdecke

Der Wärmedämmung von Kellerdecken wird vielfach keine Beachtung geschenkt. Aber auch hier besteht die Möglichkeit, mit geringem finanziellem Aufwand Energie zu sparen.

Die einfachste Art der nachträglichen Dämmung von ebenen Massivdecken ist das Ankleben oder Andübeln von Dämmstoff mit mindestens 6 cm Stärke an der Deckenunterseite. Soll der Keller beheizt werden, dann sind Kellerwände und Boden zu dämmen. Die notwendigen Aufbauhöhen betragen mindestens 6 bis 10 cm. Grundsätzlich gilt: Die Trockenlegung und Sanierung feuchter Wände im Erdreich sollte einem Fachmann vorbehalten bleiben. Fehler können hier zu erheblichen Bauschäden führen.

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